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Die Zusammenarbeit mit dem Bauträger

Im fünften Teil unserer Hausbau-Serie wollen wir einmal näher beleuchten, was einen guten Bauträger ausmacht – denn viele Häuslebauer lassen den Bau von einem Bauträger durchführen. So bekommt man meist alles aus einer Hand. Außerdem lässt sich auch der Endpreis ziemlich exakt bemessen, der für ein Bauvorhaben veranschlagt wird. Besonders für Kunden in der Stadt sind Bauträger interessant, da sie ganze Grundstücke erschließen können. Dafür nimmt man als Kunde in Kauf, dass das Eigenheim eher ein Typenhaus wird. Ob ein Bauträger vertrauenswürdig ist oder nicht, lässt sich an ein paar Merkmalen ganz gut ablesen.

Wie lange ein Bauträger schon am Markt existiert oder wie viele Mitarbeiter er beschäftigt, das sind zwei Kriterien, die man eher nicht dazu heranziehen sollte, um die Qualität des Unternehmens abzuschätzen. Dafür kann es umso wertvoller sein, den Bauträger danach zu fragen, welche Referenzen er nennen kann. Wer nichts zu verbergen hat, wird dann frühere Kunden benennen, die man als Bauwilliger dann kontaktieren sollte – hier können wichtige Informationen eingeholt werden. So kann man etwa danach fragen, ob es im Ablaufplan Probleme gegeben hat, ob Fristen eingehalten wurden oder wie der Bauträger auf selbst verschuldete Mängel reagiert hat. Qualifizierte Bauträger bieten zudem meist aus freien Stücken an, andere Baustellen zu besichtigen oder ein Musterhaus zu besuchen. Hilfreich kann es auch sein, in Erfahrung zu bringen, ob der Bauträger mit dem TÜV eine Qualitätskontrolle vereinbart hat, die das Bauvorhaben begleitet.

Ein wichtiges Merkmal in Bezug auf einen guten Bauträger ist eine Bau- und Leistungsbeschreibung, die detailliert dargelegt wird. Welche Leistungen sind inbegriffen? Welches Material wird verwendet? Wer als Bauträger hierüber ausgiebig Auskunft erteilt, ist in der Regel vertrauenswürdig. Sind bestimme Punkte unklar, so sollte man nachfragen, meist klären sich Missverständnisse von selbst. Bleiben dennoch Zweifel, dann gibt es die Möglichkeit, noch einige Details nachzuverhandeln und diese in der Bau- und Leistungsbeschreibung schriftlich aufzunehmen. Das sollte dann allerdings von einem Notar urkundlich belegt werden.

Zwei weitere Punkte gibt es, die zumindest Indizien dafür sind, ob ein Bauträger „fit“ ist. Zum einen geht es um die Bezahlung, die im Idealfall vom Kunden immer erst dann erfolgt, wenn bestimmte Fortschritte am Bau auch erledigt sind. Ein guter Bauträger wird das als Selbstverständlichkeit betrachten. Näheres dazu kann der Makler- und Bauträgerverordnung entnommen werden, die zu lesen zwar schwere Kost ist, sich unterm Strich aber v.a. in finanzieller Hinsicht lohnen kann.

Zu guter Letzt ist es kein schlechtes Zeichen, wenn ein Bauträger über eine Fertigstellungs- oder Vertragserfüllungsbürgschaft bei der Hausbank verfügt. Oder aber der Bauträger ist dazu in der Lage, dem Kunden eine Fertigstellungsversicherung vorzulegen. Sollte das Bauunternehmen während des Baus also Insolvenz anmelden müssen, entsteht dem Kunden kein finanzieller Schaden, wenn etwa ein anderer Bauträger das Haus zu Ende bauen müsste.